Biergeschichte


3500 - 1000 n. Chr.

1000 - 1500 n. Chr.


Im frühen Mittelalter waren es die von Missionaren gegründeten Klöster in Süddeutschland, die maßgeblichen Anteil an der Weiterentwicklung des Brauwesens hatten. Die Regel "Flüssiges bricht das Fasten nicht" erlaubte Bier als Nahrungsmittel während der Fastenzeit. Dies war ein Anreiz für die Mönche, die klösterlichen Brauanlagen weiter auszubauen. Um das Bier schmackhafter zu machen, experimentierten die Mönche mit verschiedenen Rezepturen und ließen vor allem bei den Zutaten ihrer Fantasie freien Lauf. Wie Biere geschmeckt haben mögen, die mit Kräutern, Eichenrinde oder gar Ochsengalle versetzt waren, mag man sich heutzutage kaum vorstellen. Aber gerade diese Experimentierfreude entdeckte den Hopfen um ca. 1100 n. Chr. als optimale Zutat. Damit war ein entscheidender Schritt in der Entwicklung des Bierbrauens getan: Die Beigabe von Hopfen verlängerte die Haltbarkeit des Bieres. Das "flüssige Brot" war aus dem Alltag der Familien nicht wegzudenken, in vielen Gegenden begann der Tag mit einer leichten Biersuppe. Bald wurde in den Klöstern und Haushalten Bier nicht nur für den Eigenbedarf gebraut, sondern auch an Gäste ausgeschenkt und verkauft. Die Folge war die Einführung der Biersteuer, der ersten Verbrauchssteuer weltweit.