Biergeschichte


1000 - 1500 n. Chr.

ab 1700


Technische Entwicklungen und wissenschaftliche Entdeckungen brachten im 18. und 19. Jahrhundert bahnbrechende Veränderungen für die Brauwirtschaft mit sich. Neben verschiedenen kleineren Errungenschaften lieferten die Forschungen von Louis Pasteur (1822-1895), der 1870 die Hefezellen entdeckte, den entscheidenden Beitrag zum Verständnis des Gärprozesses. Erst seit diesem Zeitpunkt ist bekannt, welche Rolle die Hefepilze bei der alkoholischen Gärung spielen und wie wichtig Sauberkeit und Hygiene in den Gärkellern sind. Auch die Erfindung der Kältemaschine 1870/71 durch Carl von Linde (1842-1934) brachte einschneidende Veränderungen für die Brauwirtschaft. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte Bier in Fässern selbst in tief gelegenen Bierkellern nur einen begrenzten Zeitraum lagern. Zudem konnten die Braumeister im Jahr 1878 den ersten Filterapparat einsetzen, was ebenfalls zur besseren Lagerfähigkeit des Bieres beitrug. Im 19. Jahrhundert florierte das Brauereiwesen. Alleine in Deutschland gab es um 1880 fast 20.000 Brauereien, die den Bierdurst stillten.