1788

François Piller, Wirt des beim Berner Tor in Freiburg gelegenen Gasthauses „Zum Lachs“, beschliesst die Errichtung einer Brauerei für seinen Sohn, der kurz davor die Ausbildung zum bayrischen Brauermeister beendet hat. Damit betritt er mutig Neuland. Bisher war das Brauen im Wesentlichen eine Angelegenheit, der sich Mönche und - vor diesen - Bauersfrauen widmeten, die auf dem Hof geerntetes Getreide brauten.

1802-1877

Das kleine Unternehmen in Freiburg wechselt bis 1877 mehrmals den Besitzer. Schliesslich wird die Brauerei von Paul-Alcide Blancpain, Spross der Uhrmacherfamilie aus dem Jura, übernommen. Er bringt die Brauerei unternehmerisch weit voran und begleitet sie durch die Entwicklung der entstehenden Bierindustrie, welche mit der Beherrschung der industriellen Kühlung einen erheblichen Schritt voran macht. Die Brauerei wird an bedeutenden Ausstellungen für ihre Braukunst ausgezeichnet.

1890

Zum ersten Mal wird ein Bischof von Freiburg vom Papst zum Kardinal ernannt. Zu diesem feierlichen Anlass braut die Brauerei Blancpain ein Festbier: Das Cardinal. Angesichts des grossen Erfolgs dieses Bieres beschliesst Paul Blancpain, seinem Unternehmen den Namen dieses aussergewöhnlichen Produktes zu geben: Brasserie du Cardinal.

1904

Angesichts des sich weiter entwickelnden Geschäfts wird der Umzug der noch in der Altstadt gelegenen Brauerei erforderlich. Ohne die Produktion zu unterbrechen, bezieht die Brasserie du Cardinal einen Standort nahe des Freiburger Bahnhofs. Das Cardinal-Bier ist nun eine echte Institution geworden, ein Element der Freiburger Identität, wie die Schokolade Villars und « Le Gruyère ».

1970

1970 beschlossen die Brasserie du Cardinal und die Brasserie Beauregard in Freiburg, die Salmen Brauerei in Rheinfelden, die Brasserie de la Comète in La Chaux-de-Fonds und die Brauerei Weber AG in Wädenswil, die Sibra Holding zu gründen. Cardinal wird von nun an zu einer nationalen Marke und auch in die USA exportiert. Angesichts des allgemeinen Rückgangs des Bierkonsums, der Rezession der 90er Jahre und des Durchbruchs der ausländischen Biere, verfolgt die Sibra Holding eine Strategie von Export und Diversifizierung.

1976

Das Paléo Festival Nyon findet zum ersten Mal statt Cardinal ist von Anfang an als Sponsor mit dabei.

1995

Cardinal lanciert mit Cardinal Draft das erste Draft-Bier der Schweiz.

1996

Die Feldschlösschen-Hürlimann-Holding übernimmt die Sibra Holding, zu der auch die Brauerei Cardinal gehört.

2006

Die Marke Cardinal lanciert EVE, ein leicht alkoholhaltiges Apèritifgetränk für Frauen. Das Produkt wird schweizweit zu einem grossen Erfolg.

2011 MAI

Cardinal Draft Original und Cardinal Draft Lime Cut kommen neu ins Produktesortiment.

2011 JUNI

Die Produktion von Cardinal wird von Freiburg nach Rheinfelden verlegt. Stadt und Kanton Freiburg übernehmen das zentral gelegene Areal, um es einer neuen Nutzung zuzuführen. Das Verkaufsteam verlagert den Arbeitsort von Freiburg nach Villars-sur-Glâne. Der Logistik-Standort Givisiez wird ausgebaut. Die nationale Marke Cardinal wird weiter gestärkt und ist in Freiburg sowie der ganzen Schweiz präsent.

2011 OKTOBER

Cardinal verlängert mit dem HC Fribourg Gottéron einer der längsten Sportsponsoringverträge der Schweiz. Gleichzeitig unterstützt Cardinal die Freiburger Aktion „Original Dzodzet“ und zeigt die Verbundenheit der Marke mit der Stadt Freiburg.

2014

Cardinal lanciert sein erstes Craft Bier mit Bügelverschluss. Das Brunette ist die Kreation einer Freundschaft und verkörpert dank wahrer Braukunst und Leidenschaft ein bodenständiges, innovatives und süffiges Schweizer Ale.

2015

Cardinal lanciert die Trinkgesellen neu, die seit der Gründung  im Jahre 1788 fester Bestandteil des Unternehmens sind und die einmalige Philosophie von Cardinal verkörpern. Sie stehen als traditionelles Symbol für Geselligkeit und Freundschaft, für welche die Marke seit Generationen eintritt. Zeitgleich mit den Trinkgesellen wird auch das neue Cardinal Rousse aus der Taufe gehoben. Ein süffiges Red Ale produziert in der Westschweiz.